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Sie begleitet Senioren in ihrem letzten Lebensabschnitt – für Michaela Wagner (links im Bild) gleicht das einer Berufung. Außerdem zu sehen sind Mechthild Schreiber (vorne) und Ulrike Klingelhöfer (rechts), Leitung Sozialer Dienst.

Im Herbst des Lebens nicht allein sein

Altenseelsorgerin Michaela Wagner begleitet Senioren und Angehörige

Sie begleiten und erhellen den Lebensabend von Seniorinnen und Senioren und bieten Ihnen in schweren Situationen Halt und Unterstützung: Altenseelsorgerinnen und -Seelsorger. Michaela Wagner ist Altenseelsorgerin im Caritas Alten- und Pflegeheim St. Josef in Fulda und begleitet dort sowohl die Bewohner als auch deren Angehörige.

Wenn Menschen im Alten- und Pflegeheim Grenzen erleben, sich auf neue Situationen einstellen oder etwas aufgeben müssen, dann suchen sie oft nach Halt und Unterstützung. Michaela Wagner kennt diese Momente, kennt die Sorgen und Probleme der Menschen. Sie versucht dann, die Heimbewohner zu ermutigen und ihnen ein Anker zu sein. 


„Der Glaube spielt in dieser Lebenslage eine besondere Rolle“, betont sie. „Manche wollen einfach still in der Kapelle sitzen, anderen gibt das gemeinsame Beten Kraft. Das ist ganz individuell“, so Wagner. „Gerade auch Menschen, die vorher nicht in der Kirche verankert waren, suchen nach Impulsen im Glauben und erinnern sich, dass da noch jemand ist.“ 


Bei den Senioren spielen vor allem Sorgen um die Familie, die Zukunft oder auch der Tod eine Rolle, berichtet die Altenseelsorgerin. „Die Bewohner machen sich Gedanken darüber, wie sie ihre letzte Lebensphase gestalten wollen“, sagt Wagner und betont: „Auch die Angehörigen haben Anliegen und wollen ihre Lieben begleiten, dabei aber nicht auf sich allein gestellt sein.“

Ein gutes Wort, das Kraft gibt

Mechthild Schreiber lebt seit mehr als vier Jahren im Alten- und Pflegeheim St. Josef und nutzt das Angebot der Seelsorge regelmäßig. „Je tiefer man im Glauben verwurzelt ist, desto besser kann man Erlebnisse auch verkraften“, sagt die Bewohnerin. „Man muss täglich etwas aufgeben – das Zuhause oder auch das eigenständige Laufen. Die Altenseelsorge gibt da immer tolle Hilfestellungen“, sagt sie. „Manchmal reicht schon ein gutes Wort, das Kraft gibt.“ 


Für Michala Wagner ist die Arbeit als Altenseelsorgerin eine Herzensangelegenheit. „Das Schönste ist für mich einfach das Lächeln der Senioren und die Dankbarkeit, die sie mir entgegenbringen“, sagt sie. „Seelsorge bedeutet für mich wortwörtlich die Sorge um die Seele. Und für Menschen in dieser besonderen Situation da zu sein und zu sorgen – das ist für mich auch eine Art Berufung.“

Glaube als wichtige Stütze

Für viele Senioren ist der Glaube eine wichtige Stütze. Die Einrichtung bietet regelmäßig Gottesdienste und Andachten sowie verschiedene Angebote passend zum Kirchenjahr an. Zu Mariä Himmelfahrt wurden zum Beispiel gemeinsam Kräutersträußchen gebunden. „Viele Bräuche und Traditionen erinnern an Kindheitstage und vermitteln ein vertrautes Gefühl“, erklärt Wagner. „Das gibt Kraft und stärkt auch das Wohlbefinden der Senioren.“

Momente, die in Erinnerung bleiben

An eine Situation erinnert sich die Altenseelsorgerin noch heute besonders gerne. „Man kommt durch die tägliche Arbeit mit den Bewohnern ins Gespräch, lernt sich kennen“, sagt Wagner. „Vor einiger Zeit erzählte ich einer Bewohnerin, dass ich auf meinem Nachhauseweg an einer Stelle mit viel Wildwechsel lang fahren muss. Eines Abends sagte sie zu mir, ich soll gut auf mich und die Rehe aufpassen. Das sind einfach Momente, die bleiben in Erinnerung.“


Momente, die Michaela Wagner zeigen, wie wichtig ihr Dasein für die Senioren ist – und vor allem, dass die Bewohner sie ganz fest ins Herz geschlossen haben.

 

29.08.2023


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